Tipps, um Meditation im Alltag zu integrieren

Fragt man verschiedene Menschen, die sich vorgenommen haben, regelmäßig zu meditieren, was sie davon abhält, erhält man oftmals die gleichen Antwort: die Meditation sei schwer in den Alltag zu integrieren und man findet einfach weder die Zeit noch die Ruhe. Dabei können schon kleine Motivationsanreize und “Kniffe” ohne großen Aufwand dabei helfen, Raum für das regelmäßige Meditieren zu schaffen.

Schaffen Sie sich einen besonderen Ort: vielen Menschen hilft es, einen besonderen Ort zu haben, an dem sie meditieren, um sich regelmäßig der Meditation hinzugeben. Dabei muss es kein kompletter Meditationsraum sein, auch wenn ein solcher ideal wäre: eine freigehaltene Ecke in einem ruhigen Zimmer, ein kleiner Teppich mit einem Meditationskissen oder ein blickgeschützter Ort im Garten sind bereits ausreichend, um einen Ort der Einkehr zu kreieren. Diesen Ort können Sie nach Ihren persönlichen Vorlieben noch angenehmer gestalten, beispielsweise mit Räucherwerk, beruhigenden Bildern oder einem von Ihnen bevorzugten Symbol. Wichtig ist allein, dass dieser Ort, egal wie klein er ist, ausschließlich der Meditation vorbehalten bleibt.

Nehmen Sie sich täglich Zeit für sich selbst: es kann sehr nützlich sein, jeden Tag zur gleichen Zeit zu meditieren. So wird aus der Meditation nicht nur bereits nach kurzer Zeit eine positive Gewohnheit, sondern so wissen auch die Menschen, mit denen Sie zusammenleben, dass Sie in dieser Zeit nicht gestört werden dürfen. Die Regelmäßigkeit macht es einfacher für Sie, in die Meditation zu gehen und Abstand zu gewinnen. Wählen Sie einen Zeitpunkt, der Ihrem persönlichen Lebensrhythmus entspricht. Viele Menschen meditieren gerne morgens, bevor der Alltag beginnt, andere meditieren nach Feierabend zum Abschalten oder Zwischendurch. Natürlich können Sie auch mehrmals am Tag Zeitintervalle für die Meditation einplanen.

Überfordern Sie sich nicht: setzen Sie sich nicht selbst unter Druck, indem Sie von sich von Anfang an erwarten, eine bestimmte Zeitspanne mit Meditation zu verbringen oder indem Sie einen bestimmten Geisteszustand erreichen wollen. Die Dauer der Meditation erhöht sich mit regelmäßiger Übung von ganz alleine und mit der Zeit auch die Intensität. Je häufiger Sie meditieren, desto schneller erreichen Sie den Entspannungszustand. Aber dies passiert von ganz allein, ohne dass Sie aktiv Anstrengungen unternehmen müssen. Zu Anfang reichen sogar drei oder fünf Minuten regelmäßiger Meditation aus. Und diese kurze Zeitspanne kann man immer im Tagesablauf unterbringen.

Nutzen Sie Leerlauf: Fahrtzeiten in Zug oder S-Bahn, Wartezeiten beim Arzt oder im Stau, verschobene Treffen oder Überpünktlichkeit – es passiert im Alltag häufig, dass man ungenutzte Zeit hat und trotz der aufgezwungenen freien Zeit unter Stress gerät. Diese ungewollten Pausen können Sie aktiv für Meditationsübungen nutzen. Nicht immer sind die Umstände so, dass Sie sich vollständig entspannen und die Augen schließen können. Doch versuchen Sie doch einmal, für solche Fälle kleine Hilfsmittel bereit zu halten. So könnten Sie kleine Karten mit Bildern, Symbolen oder kurzen Zitaten für eine Konzentrationsübung nutzen oder Sie überspielen eine entspannende CD, geführte Fantasiereisen oder eine sogenannte Aktiv-Suggestion auf Ihren MP3-Player, die Sie sich jederzeit anhören können.

Autorin: Sabine Schumacher

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