Mandala malen und dessen Ursprung im Buddhismus
Das Wort Mandala stammt aus der alten, indischen Sprache Sanskrit und steht für die Darstellung eines, auf einen Kreis zentrierten, Inhaltes. Die Form eines Mandalas ist stets die gleiche. Der Inhalt wird im Zentrum des Kreises symmetrisch angeordnet und die einzelnen Elemente der Darstellung wiederholen sich darin.
Ursprünglich stammt das Mandala aus dem Buddhismus und wurde für die Meditation verwendet. Hierfür wurden beispielweise die verschiedenen Götter in den Mandalas dargestellt. Wichtig ist hierbei auch die Zahl „Vier”, welche im Buddhismus, wegen den „vier edlen Wahrheiten”, eine zentrale Rolle spielt. Aus diesem Grund werden die Symbole meist im Zentrum des Kreises vierfach und dann, nach außen hin, als Vielfaches dieser Zahl verwendet.
Eine Variante des Mandalas, die im tibetischen Buddhismus angewandt wird, ist das Kalachakra-Mandala, bei welchem in zwei Dimensionen ein Mandala-Palast mit vielen verschiedenen Gottheiten dargestellt wird. Durch die Meditation mit einem solchen Mandala wird im Buddhismus die „Ich-Gebundenheit” aufgelöst und der Meditierende erfährt durch das Verlassen des Geistes aus dem Körper den Zugang zu den wesentlichen Energien. Eine besondere Form ist das sogenannte „Sandmandala”, welches zunächst mit viel Aufwand und Detailgenauigkeit erstellt wird, um es dann zu verwischen. Der Zweck hiervon ist die Verdeutlichung des Vergänglichen und die Lösung von materiellen Abhängigkeiten.
Aber nicht nur in Asien ist das Mandala weit verbreitet, auch indianische Stämme benutzten Mandalaformen, um den Geist eines Menschen zu beeinflussen. Hierbei wurden, unter anderem, verschiedene Farben in bestimmten Anordnungen verwendet. Weltbekannt ist inzwischen auch der sogenannte indianische Traumfänger, ein Mandala aus Holz oder anderen natürlichen Rohstoffen, meist mit Federn verziert, welcher, über der Schlafstätte aufgehängt, die schlechten Träume absorbiert und böse Geister fernhält. Inzwischen ist das Mandala auch weltweit als Malkunst verbreitet, wobei für die Erstellung oftmals Schablonen verwendet werden. Besonders beliebt ist diese Form des Malens bei Kindern.
Buchtipp
Kraft durch Kreativmandalas: Mandalas mit tibetischen Motiven selbst gestalten
von Norbert Pautner
Neben ausführlichen Informationen über das Mandala malen liegt diesem Buch ein achtteiliges Schablonenset bei, das insgesamt über vierzig verschiedene Mandalamotive verfügt. Diese sind in fast unendlichen Möglichkeiten miteinander variierbar und stellen allesamt typische, traditionell tibetische Motive dar. So ist es sowohl Anfängern als auch gekonnten Bastlern möglich, auf einfache und kreative Weise in die esoterische Welt der Mandalas einzutauchen.
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